Veröffentlicht 2. November 2026 · von Troels Højbjerg, Gründer
Ich habe die Preisseiten beider Anbieter am 2. November 2026 gelesen. Die Zahlen unten stammen von dort, nicht von mir. Laufzeiten und Rabatte ändern sich, prüfen Sie den aktuellen Stand auf der Seite des Anbieters.
| Angebot | Preis laut Anbieter | Was der Anbieter dazu schreibt |
|---|---|---|
| Aktienfinder Basic | 0 € | Zugriff auf 50 Top-Aktien und 25 Top-ETFs, Dividenden- und Earningskalender |
| Aktienfinder (Aktien) | 290 € im Jahr, 24,17 € im Monat bei jährlicher Zahlung | Analyse von über 8.200 Aktien weltweit, Kennzahlen stündlich neu berechnet, 30 Jahre Fundamentaldaten plus Prognosen |
| TraderFox Börsensoftware | 29 € im Monat, Laufzeit 3 Monate, 87 € gesamt | Echtzeit-Plattform für Charting, Kursalarme, Nachrichten, Screening und Signale; Realtimekurse für 12.000 Aktien |
| TraderFox Morningstar-Datenpaket | 25 € im Monat, Laufzeit 6 Monate, 150 € gesamt | Aktien-Terminal, Rankings, Portfolio-Werkzeuge mit Morningstar-Daten zu Aktien aus Nordamerika und Europa |
| Handelsdesk | 0 € | Noten, Signal und rote Flaggen für deutsche Aktien, jeden Abend neu, ohne Anmeldung |
Quellen: aktienfinder.net/mitgliedschaft und traderfox.de/bestellen.html, jeweils gelesen am 2. November 2026. Handelsdesk: eigene Zählung, siehe unten.
Der Aktienfinder beschreibt sich als Werkzeug, um Qualitätsaktien zu finden und zu bewerten, mit eigenen Kennzahlen und einem Fair Value (ein errechneter fairer Preis). Dazu gibt es laut Seite Preis- und Dividendenalarme per E-Mail, einen ETF-Finder und einen Börsenbrief. Das ist mehr, als ich anbiete.
TraderFox richtet sich nach eigener Beschreibung an aktive Trader, mit Echtzeitkursen, Kursalarmen und Chartsignalen. Das ist eine andere Aufgabe als meine. Ich rechne einmal am Abend nach Börsenschluss und baue nichts für den Tageshandel.
Handelsdesk kann weniger, und das sollten Sie vorher wissen. Es gibt nur deutsche Aktien, keine ETFs und keine Aktien aus den USA. Sie können keine eigenen Filter einstellen, kein Depot anlegen und bekommen keine E-Mails. Es gibt keine Anmeldung, also auch kein Konto, in dem etwas gespeichert wird.
Weil ich keinen Funktionsvergleich beweisen kann, den ich nicht selbst gemessen habe, zeige ich Ihnen lieber, was nur ich habe: eine Auswertung meiner eigenen Daten. Jede deutsche Aktie bekommt von mir drei Noten von 0 bis 100 für Bewertung, Qualität und Momentum. Eine Note von 80 heißt, dass die Aktie besser ist als 80 % der Aktien, die ich verfolge. Ab 50 liegt sie in der besseren Hälfte.
Ich habe am 2. November die 155 deutschen Aktien gezählt, die alle drei Noten und einen frischen Kurs vom 30. Oktober haben. Das Ergebnis ist ungleich verteilt:
| Noten ab 50 | Aktien | Anteil |
|---|---|---|
| Alle drei | 33 | 21 % |
| Zwei von drei | 61 | 39 % |
| Eine von drei | 46 | 30 % |
| Keine | 15 | 10 % |
| Zusammen | 155 | 100 % |
Quelle: eigene Auswertung, 155 deutsche Aktien (ISIN DE, eine Börse pro Aktie, Xetra vor Frankfurt), Kurse vom 30. Oktober 2026 (eine Aktie vom 29. Oktober). Zwei Aktien mit älteren Kursen sind nicht dabei.
Bei der Bewertung liegen 113 Aktien ab 50, bei der Qualität nur 71, beim Momentum 83. Die Aktien sind also öfter günstig als solide. Wer nur auf eine Note schaut, sieht deshalb ein anderes Bild als jemand, der alle drei zusammenlegt.
Ein Werkzeug, das Bewertung und Qualität prüft, beantwortet eine Frage: Ist das ein gutes Unternehmen zu einem fairen Preis? Ob der Kurs gerade fällt, ist eine zweite Frage. Mein technisches Signal beantwortet sie. Es zählt, ob der Kurs über dem 50- und dem 200-Tage-Durchschnitt liegt und ob der MACD (ein Trendmaß aus zwei gleitenden Durchschnitten) auf Tages- und Wochenbasis über null liegt.
54 der 155 Aktien haben eine Bewertungs- und eine Qualitätsnote ab 50. So steht das Signal bei diesen 54, und bei den 33 mit allen drei Noten:
| Signal am 30. Oktober | Bewertung und Qualität ab 50 (54) | Alle drei Noten ab 50 (33) |
|---|---|---|
| Starker Kauf | 18 | 18 |
| Kauf | 4 | 4 |
| Abwarten | 12 | 9 |
| Verkauf | 3 | 2 |
| Starker Verkauf | 17 | 0 |
Quelle: eigene Auswertung wie oben. Starker Kauf heißt, dass mindestens drei der vier Bedingungen positiv sind, Starker Verkauf, dass mindestens drei negativ sind.
Bei den 54 stehen 18 auf Starker Kauf, also ein Drittel, und 17 auf Starker Verkauf. Sobald das Momentum als dritte Note dazukommt, steht keine einzige der 33 Aktien auf Starker Verkauf. Das ist eine Momentaufnahme von einem Tag, kein Test, ob die Aktien danach besser liefen. Ob ein anderes Werkzeug zu einem anderen Ergebnis käme, kann ich nicht sagen.
Wer weltweit nach Qualitätsaktien suchen will, mit eigenen Filtern und Fair Values, ist beim Aktienfinder nach dessen eigener Beschreibung richtig. Wer täglich handelt und Echtzeitkurse und Alarme braucht, findet sie bei TraderFox.
Wer deutsche Aktien hält und einmal am Tag wissen will, wie die Aktie nach Bewertung, Qualität, Momentum und Trend dasteht, kommt mit Handelsdesk aus. Dazu muss man nichts bezahlen und sich nicht anmelden. Beides lässt sich kombinieren: Die kostenlosen Noten ersetzen kein Programm mit weltweiten Daten, aber sie kosten nichts, wenn Sie nur einen Blick brauchen.
Eine echte Alternative zu Aktienfinder oder TraderFox bin ich nicht, denn beide decken nach ihren eigenen Seiten mehr ab: über 8.200 Aktien weltweit beim einen, Echtzeitkurse für 12.000 Aktien beim anderen. Handelsdesk ist kostenlos und zeigt für deutsche Aktien drei Noten, ein Signal und rote Flaggen, jeden Abend neu. Meine Auswertung vom 30. Oktober zeigt, dass nur 33 von 155 Aktien alle drei Noten ab 50 haben, und dass 17 der 54 Aktien mit guter Bewertung und Qualität gerade auf Starker Verkauf stehen. Wer weltweit filtern oder in Echtzeit handeln will, braucht ein anderes Werkzeug. Wie gut Aktienfinder oder TraderFox in der Praxis sind, habe ich nicht gemessen.
Eine Sache zum Prüfen: Schauen Sie bei jeder Aktie, die Sie interessiert, auf alle drei Noten und auf das Signal, nicht nur auf eines davon.
Die Aktien mit Kaufsignal sehen Sie unter Kaufsignale, die günstigen und soliden unter unterbewertete Aktien.
Eine Kopie kann ich Ihnen nicht anbieten. Nach seiner eigenen Seite (Stand 2. November 2026) prüft der Aktienfinder über 8.200 Aktien weltweit auf Qualität und Fair Value und kostet 290 Euro im Jahr bei jährlicher Zahlung. Handelsdesk zeigt kostenlos für deutsche Aktien drei Noten und ein Signal. Das reicht, um deutsche Aktien zu sortieren, nicht um weltweit zu filtern.
TraderFox verkauft nach seiner eigenen Seite (Stand 2. November 2026) eine Echtzeit-Software für aktive Trader ab 29 Euro im Monat bei drei Monaten Laufzeit. Handelsdesk rechnet nur einmal am Abend und ist nichts für Daytrading. Wer Aktien über Wochen und Monate hält, bekommt bei uns kostenlos eine tägliche Einschätzung, aber keine Echtzeit.
Das habe ich nicht getestet, und ich nenne deshalb keine. Bei Handelsdesk steckt keine KI hinter den Noten und dem Signal. Sie entstehen aus festen Rechenregeln und Marktdaten, für jede Aktie gleich. Die Regeln stehen unter "So funktioniert Handelsdesk".
Bei Handelsdesk steht für jede deutsche Aktie, die wir verfolgen, kostenlos und ohne Anmeldung: das Kursziel der Analysten, die Noten für Bewertung, Qualität und Momentum, ein technisches Signal, rote Flaggen und der nächste Bericht. Der Aktienfinder hat nach seiner eigenen Seite eine kostenlose Basic-Stufe mit 50 Top-Aktien.
Lesen Sie auch: Beste Plattform für Aktienanalyse · Lohnt sich ein Börsenbrief oder Signaldienst? · Unterbewertete Aktien finden · Was ist ein gutes KGV? · So funktioniert Handelsdesk
Dies sind Informationen, keine individuelle Anlageberatung. Die Zahlen sind unsere eigenen Berechnungen auf Marktdaten und können Fehler enthalten. Vergangene Ergebnisse sind keine Garantie für die Zukunft. Die Entscheidung treffen Sie selbst — und streuen Sie Ihr Risiko.